Donnerstag, 08. Januar 2026
Wir trauern um Günther Rechn
Unsere Anteilnahme gilt seiner Frau Beate Rechn und seinen Kindern.
Günther Rechns Arbeiten sind seit vielen Jahren im Artotheks-Bestand vertreten, können wie andere Medien auch ausgeliehen werden.
Für einen Ankauf im vergangenen Jahr besuchte ich Günther Rechn in seinem kleinen Atelier. Abtauchen dürfen in die Bilderwelt des Künstlers, in etliche Stapel von Zeichnungen, Mischtechniken oder Druckgrafiken, das waren glückliche Momente. Im Hinterkopf einerseits all unsere Kunstleiher. Was möchte ich ihnen anbieten, was könnte ihnen gefallen. Andererseits die Referenz an Günther Rechn – mit welchen Bildern möchte er vertreten sein in der Sammlung.
Am Ende einigten wir uns auf zwei Blätter – die in Mischtechnik gearbeitete „Clownerie“, ein kleines Blatt mit Harlekin und Pferd aus dem Jahr 2024 sowie die Tuschezeichnung „Gemischte Gesellschaft“ aus dem Jahr 2019. Nun bin ich sehr froh, dass gerade der Harlekin und die Menschen in ihrer Unzulänglichkeit als Bildmotive Einzug halten durften in den Bestand. Sind die beiden Arbeiten doch Vertreter des inhaltlichen Vermächtnisses im Schaffen Günther Rechns der letzten Jahre.
Andere Arbeiten in unserem Bestand erzählen von einer tiefen Verbundenheit mit der Natur, vor allem von einer großen Liebe zur Welt der Tiere. Eine kleine Serie an Druckgrafiken mit Tiermotiven hatte Günther Rechn vor einigen Jahren der Artothek geschenkt.
Insgesamt ist Günther Rechn mit 10 Arbeiten in unserem Artotheksbestand vertreten. Mögen sie weiterhin viele Entleiher finden. Das würde den Künstler sicherlich freuen.
Wir sagen: „Auf Wiedersehen, Günther Rechn“.
Uta Jacob, im Januar 2026


